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Anti-Mobbing-Wohlstandsgesetz: Man muss auch gönnen können

 
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Anette Antworten mit Zitat
Mobbing-Student
Mobbing-Student


Anmeldedatum: Jun 08, 2015
Beiträge: 144

BeitragVerfasst am: Sa Aug 12, 2017 8:57 pm    Titel: Anti-Mobbing-Wohlstandsgesetz: Man muss auch gönnen können
 
Jedes 6. Kind wird gemobbt = 4 von 6 Kindern finden Mobbing lustig. Nur 1 Kind gönnt dem 6. Kind seine Stärken und hält sich raus.

Warum der Mensch zur Schadenfreude neigt

Des einen Leid, des anderen Freud: Jemand der stolpert oder gegen eine Fensterscheibe läuft, ruft schnell hämisches Gelächter hervor. Auf diesen Effekt setzt auch die Unterhaltungsbranche. Aber warum freuen wir uns über den Schaden anderer? Forscher sind der Frage auf den Grund gegangen.

„Der schlechteste Zug in der menschlichen Natur bleibt aber die Schadenfreude, da sie der Grausamkeit enge verwandt ist.“ Folgt man Arthur Schopenhauer, so ist Schadenfreude ein teuflisches Gefühl, „ihr Hohn das Gelächter der Hölle“, wie er in seinen „Parerga und Paralipomena“ schreibt. Doch jeder Mensch, auch nette, kennt Schadenfreude: Wer hat sich nicht klammheimlich gefreut, als Dieter Bohlen vor drei Jahren 60.000 Euro aus seiner Villa geraubt wurden? Wer lacht nicht über die Pleiten-, Pech- und Pannen-Videos?

Aber warum freuen wir uns über das Unglück von anderen – auch dann, wenn wir nicht mal persönlich profitieren? Und was passiert eigentlich im Gehirn, wenn wir das teuflische Gefühl auskosten?

Anfang des Jahres erschien in „Science“ eine Studie, in der japanische Forscher genau dies untersuchten. Ihre Probanden lernten zu Beginn der Untersuchung eine Person kennen, in die sie sich anschließend im Hirnscanner möglichst gut hineinversetzen sollten: einen typischen Loser, der gerade ein Bewerbungsgespräch bei einem IT-Unternehmen vermasselt hatte, ein Bankdrücker im Baseball-Team war und keine Freundin hatte. Im Scanner begegnete ihm ein Alter Ego mit ähnlichen Hobbys und Zielen, aber mit entscheidenden Unterschieden: Er hat Talent im Baseball, eine Freundin und den IT-Job. Daneben erschienen zwei weibliche Studenten, beide spielen Volleyball, studieren Literatur und interessieren sich für Kunst, der einzige Unterschied: Eine von Ihnen war erfolgreich, die andere nicht.

Für die nötige Portion Schadenfreude sollten anschließend Gemeinheiten sorgen, die den Studenten widerfuhren: eine Suspendierung durch den Sportklub, eine Affäre des Partners, finanzielle Probleme des Arbeitgebers.

Was die Wissenschaftler entdeckten: Je mehr wir eine Person zuvor beneiden, desto größer ist anschließend die Schadenfreude. Und starken Neid löste bei den Probanden nur ihr Alter Ego aus, eben jene Person, die genau in den Bereichen erfolgreich war, die den Probanden persönlich wichtig waren.

Ginge es nur darum, ob ein anderer erfolgreicher ist oder nur um die reine Freude am Schaden, wären ja auch die beiden Studentinnen potenzielle Opfer von Neid und Schadenfreude gewesen.

Ein erfolgreicher Musiker wäre also nur für einen erfolglosen Musiker ein Objekt für Schadenfreude. Dieter Bohlen allerdings ist nicht nur erfolgreicher Musiker, sondern er ist auch noch reich. Das macht alle die neidisch, denen Geld wichtig ist – und umso größer ist die Schadenfreude angesichts des 60.000-Euro-Diebstahls.

Doch was passierte in den Gehirnen, der schadenfrohen Probanden? Bei den Probanden war eine erhöhte Hirnaktivität vor allem im ventralen Striatum zu beobachten, das gemeinhin als das Belohnungszentrum des Menschen bezeichnet wird, hier entfalten also normalerweise Kokain, Sex und Glücksspiele ihre Wirkung.

„Das Unglück anderer kann uns genauso erfreuen, wie ein Geschenk“, sagt der Psychologe Manfred Holodynski von der Universität Münster. Schadenfreude stärkt uns, auch wenn wir gar keine direkte Belohnung empfangen. „Sie wirkt psychisch entlastend“, sagt er, denn es komme dadurch zu einer Aufwertung des Selbst. „Schadenfreude wirkt dadurch auch sozial regulierend, da sie den vermeintlichen Überflieger in den Augen anderer wieder auf sein menschliches Maß zurückstutzt."

Und genau wegen dieser Funktion habe jede Gesellschaft die Schadenfreude institutionalisiert. „Früher war es der Hofnarr, heute sind es das Kabarett und der Karneval, die für Schadenfreude in unserer Gesellschaft sorgen."

Aber hat es Dieter Bohlen nicht irgendwie auch verdient, mit all den unfairen Sprüchen? Geht es wirklich nur um Neid? Nein, schrieben Psychologen der Universitäten von Haifa und Los Angeles bereits 2002 in der Zeitschrift „Emotion and Motivation“.

Offenbar spielt auch die persönliche Abneigung gegen eine Person eine starke Rolle. Die Forscher konnten zudem Unterschiede zwischen Abneigung und Neid als Ursache für Schadenfreude aufzeigen: Wenn persönliche Antipathien statt bloßer Neid im Spiel sind, wird das Unglück des anderen als verdienter wahrgenommen. Dies könnte erklären, warum beispielsweise bei der Kokain-Affäre von Michel Friedman die Schadenfreude besonders groß war – schließlich war der scharfzüngige Moderator damals nicht sehr beliebt.

Aber auch für Gruppen spielt Schadenfreude eine große Rolle: Ganz Österreich kann sich beispielsweise über eine Niederlage der deutschen Nationalelf freuen. Eine Studie, die 2008 im „Journal of Social and Personality Psychology“ veröffentlicht wurde, wollte diesen irritierenden Gruppenprozess erklären. Studenten der Universität Amsterdam wurde das Ergebnis eines fiktiven Quizwettbewerbes zwischen allen niederländischen Universitäten vorgestellt. Das Ergebnis: Ihre Universität hat fünf von sechs Begegnungen verloren.

Der lokale Rivale, die Freie Universität von Amsterdam, zog hingegen nach fünf Siegen ins landesweite Finale. Allerdings auf unfaire Weise, denn die FU-Fakultät hatte die Fragen für das Quiz ausgesucht. Im fiktiven Finale allerdings verlor die Freie Universität gegen Groningen, ein schönes Ereignis also, um Schadenfreude zu empfinden.

Die Wissenschaftler interessierte dabei vor allem drei Gruppengefühle und deren Zusammenhang mit Schadenfreude: das Leid über die Unterlegenheit der eigenen Gruppe, der Ärger über die Unrechtmäßigkeit der Erfolge der anderen Gruppe und schließlich die Antipathie gegenüber der anderen Gruppe. Das Ergebnis der Untersuchung war eindeutig: Nur zwischen dem Leid über die Unterlegenheit der eigenen Gruppe und dem Ausmaß an Schadenfreude bestand ein eindeutiger Zusammenhang.

Die Autoren sehen ihre Ergebnisse ganz in der Tradition Nietzsches, der von der „Rachsucht der Ohnmächtigen“ philosophierte. Demnach verwandeln Menschen ihr Leid über die Unterlegenheit der eigenen Gruppe in Ärger gegenüber einer erfolgreicheren Gruppe, auch wenn es keinen direkten Wettbewerb gibt. Der Ärger lässt den Betroffenen nach Gelegenheiten suchen, um sich abzureagieren.

Entsprechend hat Schadenfreude also viel mehr mit einem selbst als mit dem anderen zu tun, und es wird klarer, warum sich die Österreicher über Niederlagen deutscher Fußballer stärker freuen können, als wenn ein deutscher Skifahrer mal wieder verliert.

Bleibt die Frage, ob das teuflische Gefühl angeboren oder erlernt ist. Um dies herauszufinden, testete Psychologe Manfred Holodynski Vier- bis Achtjährige: Die Kinder durften ein Glas Apfelsaft eines Erwachsenen heimlich gegen Zitronensaft austauschen. Setzte der Erwachsene dann zum Trinken an, so verhielten sich die Kinder sehr unterschiedlich:

Die Vierjährigen zeigen auf das Glas und wollen den Erwachsenen warnen. Die Fünf- bis Siebenjährigen hatten zwar ein Gespür für Schadenfreude, konnten aber ihre Vorfreude nicht verbergen. Erst Achtjährigen gelingt der Streich einigermaßen: Sie setzen ein Pokerface auf und kosten anschließend den bittersüßen Schaden des anderen aus.

Schadenfreude scheint sich also erst in der Grundschule zu entwickeln. „Hier sind Kinder immer stärker Teil von Gruppen, in denen es um Status und Positionierung geht“, sagt Psychologe Holodynski. Und wenn Menschen miteinander konkurrieren, ist die Freude über das Unglück anderer eben nicht weit. Schadenfreude sprudelt also nicht aus der Hölle, sondern entspringt wie kaum ein anderes Gefühl mitten aus dem menschlichen Miteinander.

(Weshalb es jeden treffen kann)

Quelle: https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article5393400/Warum-der-Mensch-zur-Schadenfreude-neigt.html

_________________
Manche Wahrheiten sollen nicht, manche brauchen nicht, manche müssen gesagt werden.

Wilhelm Buch
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