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Forum - SCHÜLER GEGEN MOBBING :: Thema anzeigen - Therapieerfahrungen

Therapieerfahrungen

 
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Mobbing-Experte
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Anmeldedatum: Apr 09, 2008
Beiträge: 961

BeitragVerfasst am: Sa Aug 27, 2011 10:53 am    Titel: Therapieerfahrungen
 
Hallo,
Ein Wort kann man in diesem Forum immer wieder lesen: Therapie.
Gut, irgendwas kann man sich unter diesem Wort immer vorstellen. Aber trifft die persönliche Vorstellung auch die Realität?

Da dieses Thema ja doch einige von uns betrifft, fände ich es toll, wenn wir hier unsere Erfahrungen sammeln könnten.

Ich möchte gern mit einem allgemeinen "Was ist das, und wie komme ich an so etwas?" anfangen. Das folgende beruht auf meinen Erfahrungen und Gesprächen mit Therapeuten und anderen Patienten.
Am besten alles der Reihe nach:

Zunächst einmal muss man selbst dazu bereit sein, eine Therapie zu machen, das ist der allererste Schritt, ohne den geht gar nichts. Der beste Therapeut kann euch mit der besten Strategie nicht helfen, wenn ihr keine Hilfe wollt.

Sobald ihr euch sicher seid, solltet ihr, je nachdem wie alt ihr seid, entscheiden, ob eure Eltern davon wissen dürfen oder nicht. Falls nicht, könnt ihr zu einer sozialen beziehungsweisen kirchlichen Ambulanz gehen, beispielsweise zur Diakonie. Dafür muss man eigentlich nichts bezahlen oder beantragen, daher lässt sich das recht leicht unter Verschluss halten.
Dürfen die Eltern das wissen oder fällt dieser Punkt ohnehin weg, geht man zu seinem Kinder- oder Hausarzt. Zum einen, weil sie Empfehlungen aussprechen können, welche Therapeuten sie im Umkreis kennen, die einen guten Ruf haben.
Ist man volljährig, braucht man zudem noch eine ärztliche Überweisung, sofern man die Praxisgebühr nicht mehrfach zahlen will. Zumindest ist das in Deutschland so, wie das in Österreich und der Schweiz aussieht, weiß ich nicht.

Nun muss man entscheiden, was man will. Einen Psychologen oder einen Psychiater? (Psychologen haben "nur" Psychologie studiert, Psychiater kennen sich auch mit Medizin aus und dürfen daher auch Medikamente und Attheste ausstellen. Will einem ein Psychologe etwas verschreiben, muss das erst mit dem Kinder- beziehungsweise Hausarzt abgesprochen werden.)
Will man zu einem Mann oder einer Frau? In welchem Umkreis von zu Hause aus darf sich die Praxis befinden, muss ich allein hinkommen oder habe ich jemanden, der mich bringt?
Sind diese Fragen geklärt, kann man im Branchenverzeichnis, entweder im Internet oder im Telefonbuch, nachschauen. Tja, und sobald man ein paar vielversprechende Adressen hat, ruft man an und erkundigt sich nach einem Termin.
Das kann allerdings eine Weile dauern, da viele Therapeuten feste Zeiten haben, zu denen sie das Telefon für Neuaufnahmen offen haben.

Hat man einen Termin, kann es gut sein, dass man Fragebögen zugeschickt bekommt.
Die sind wirklich langweilig, und wenn ihr einmal einen ausgefüllt habt, empfehle ich euch, ihn zu kopieren! Dann könnt ihr immer wieder nachschauen, was ihr geantwortet habt, falls so etwas noch mal der Fall sein sollte.
Darin gehts dann um allgemeine Sachen. Der persönliche Lebenslauf wird abgeklappert, von der Schwangerschaft der Mutter an bis zur Gegenwart. Sämtliche Krankheiten von einem selbst und der näheren Verwandtschaft werden mit einbezogen.
Damit wird einfach geschaut, ob das, was man selbst für Symptome angibt, nicht vielleicht zusätzlich noch körperliche Ursachen haben kann, denn wenn man so etwas macht, lohnt es sich, gleich die ganze Palette abzuarbeiten.
Bekommt man diese Fragebögen nicht zugeschickt, muss man sich keine Sorgen machen, denn diese Fragen werden dann wahrscheinlich in den ersten Gesprächen fest gelegt werden.

Offiziell heißen diese ersten Stunden "Erstgespräche", ich nenne sie "Schnupperstunden". Für sie muss nichts weiter beantragt werden, und sie sind hauptsächlich dazu da, um sich gegenseitig ein wenig kennen zu lernen.
Der Therapeut versucht den Patienten in Hinsicht auf seine Beschwerden einzuschätzen, und der Patient überlegt sich, ob er mit diesem Therapeuten klar kommt.
Es ist wirklich wichtig, dass der Patient hier entscheidet. Wenn du eine Therapie machen willst, musst du dir sicher gehen, dass du mit deinem Therapeuten klar kommst.
Du wirst wahrscheinlich nie großen Spaß dabei haben, intimste Dinge einer fremden Person, die sich das nur berufswegen anhört, zu sagen, aber du darfst es nicht vollkommen ablehnen, nur, weil du denkst, dass dein Gegenüber ein Idiot ist. Dann such dir lieber jemand anderes.

Im Zuge der ersten Stunden wird auch eine Diagnose erstellt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um zu einer zu kommen. Es gibt Therapeuten, die haufenweise Fragebögen ausfüllen lassen, andere setzen eher auf das direkte Gespräch.
Mit wem du besser klar kommst, musst auch du selbst wissen.

Steht fest, was du hast, wird dein Therapeut dir in groben Zügen sagen, was ihr vor habt, woran ihr arbeiten wollt. Vor allem wird er dir aber sagen, dass die Therapie beantragt worden ist, und dass es ein paar Wochen dauern kann, bis der Antrag bewilligt worden ist.
In der Regel wird er das auch nach einiger Zeit, und die eigentliche Therapie wird anfangen.

In solchen Sitzungen wird oft gefragt, ob in der Zeit zwischen der letzten Stunde und heute irgendwas besonderes vorgekommen ist. Das wird dann besprochen, weils recht frisch im Gedächtnis ist.
Zudem wird der Therapeut immer wieder mit anderen Dingen ankommen, die er wissen will. Oft sind es generelle Dinge über einen, aber es werden auch Hausaufgaben gestellt.
Denn eines lässt sich fest halten: Der Therapeut wird keinem direkt helfen.
Ein Therapeut gibt Anregungen dazu, wie man sich selbst helfen kann.
Zudem kann er natürlich auch Medikamente verabreichen. Ein guter Therapeut setzt Medikamente zusätzlich zur Therapie ein, um sie zu unterstützen.
Ein schlechter Therapeut drückt euch das Päckchen Tabletten in die Hand und fragt in der nächsten Stunde lediglich, ob ihr sie auch genommen und vertragen habt.
Wenn euch jemand Tabletten verschreiben will, solltet ihr sicher gehen, dass derjenige euch auch genau darüber informiert, was ihr da schluckt. Was für Nebenwirkungen sind möglich? Ist das ein Medikament, das für starke Gewichtsschwankungen bekannt ist? Mit welchen anderen Medikamenten oder Allergien wird es sich gar nicht vertragen?
Zusätzlich solltet ihr euch nach dem Medikationsplan fragen. Jedes Medikament braucht eine gewisse Weile, um anzuschlagen, und dann dauert es noch eine Weile, bis man mit Gewissheit sagen kann, wie es sich auf euch auswirkt, weil der Körper sich ja erst einmal dran gewöhnen muss.
"Medikationsplan" heißt, dass ihr dem Medikament eine Chance, zu wirken, gebt. Wirkt es in dem fest gelegten Zeitraum nicht, wird es abgesetzt beziehungsweise ausgeschlichen, also man nimmt immer weniger davon, bis man es gar nicht mehr nimmt.

Solltet ihr lange Zeit regelmäßig Medikamente nehmen, wäre es sinnvoll, euer Blut untersuchen zu lassen, denn unter Umständen spielen eure Organe da nicht auf Dauer mit. Sicher ist sicher.

Zusätzlich zur ambulanten Therapie gibt es natürlich noch die Möglichkeit, sich halb- oder vollstationär behandeln zu lassen.
"Halbstationär" meint eine Tagesklinik. Man erscheint morgens gegen acht, isst mittags zusammen mit allen und hat dann nachmittags irgendwann frei und darf nach Hause gehen, wo man dann auch schläft.
"Vollstationär" meint einen richtigen Klinikaufgenhalt. Das bedeutet, dass ihr dann während der Therapie richtig an eurem Therapieplatz wohnt. Man schläft da, hat mir lauter Mitpatienten und medizinschem Personal zu tun, hat einen Stundenplan, auf dem alles zu finden sein kann, unter anderem auch Sport, Basteleien und eventuell eine Klinikschule
"Vollstationär" ist nicht mit der geschlossenen Abteilung zu verwechseln! Die geschlossene Abteilung ist, nun ja, eine geschlossene Abteilung in einem Krankenhaus. Dort leben Patienten, die sich eine Weile lang ausschließlich mit sich und der Therapie auseinander setzen sollen, ohne Ablenkung von Außen.
Natürlich gibts dann auch noch jene, die in einer geschlossenen Abteilung sind, weil man sie nicht auf die restliche Menschheit loslassen will. Aber nur, weils "die geschlossene Abteilung" genannt wird, sollte man nicht gleich denken, dass es nur eine davon gibt und einfach alle irgendwohin gesteckt werden.

Wie man sich behandeln lassen will, sollte man sich selbst überlegen. Alle Konzepte haben sowohl Leute hervorgebracht, die total unzufrieden davon waren und es verfluchen, als auch Leute, die hellauf begeistert davon sind - und geheilt.
Es sollte nur klar sein, dass eine ambulante Therapie länger dauern wird. Man verbringt eine Stunde pro Woche - oder alle zwei Wochen - zusammen, das ist einfach weniger effektiv als wenn man alle täglich sieht.
Andererseits lässt sich eine ambulante Therapie eben am besten mit dem normalen Alltag vereinbaren.



Das war dieses allgemeine "Was ist das eigentlich", entschuldigt bitte, wenn ich mich bei meinen persönlichen Erfahrungen ein wenig kürzer fasse.
Ich habe es ambulant bei vielen verschiedenen Therapeuten versucht. Einige kamen mir die letzten Deppen vor, bei denen ich mich fragte, ob ein Studium wirklich so anspruchsvoll wie behauptet sein soll, und warum sie auf Patienten losgelassen werden.
Da war beispielsweise eine Dame dabei, die kaum mit mir geredet hat. Sie gab mir einfach dutzende Fragebögen, die ich ausfüllen sollte, ließ mich anschließend Grafiken zeichnen und war stinkbeleidigt, weil wir keinen Tacken voran kamen. Woran das wohl lag?
Andererseits waren da auch Leute bei, mit denen ich menschlich einfach nicht klar kam. Ich war letztes Jahr beispielsweise bei einer Dame, deren zweiter Vorname "Arroganz" lautete. Sie war... eigenartig. Wollte eigentlich nur monologieren, und ich hatte brav zuzuhören und ihr beizupflichten.
Mag mir irgendwer sagen, was es mir bringt, wenn ich weiß, dass sie einen tollen Urlaub gehabt hat? (Ich habe nichts dagegen, auch Kram abseits der eigentlichen Therapie zu besprechen. Aber die ganze Stunde lang?)
Stattdessen hat sie mir dann einfach Medikamente verschrieben. Juchu.

Derzeit bin ich bei einer Dame, mit der ich mich viel wohler fühle.
Gut, ich weiß noch nicht so recht, wie es um ihre Fähigkeiten bestellt ist. Aber sie ist tierisch nett und natürlich. Sie hat diese gewisse Gelassenheit, die Leute, die ihren Beruf schon längere Zeit ausüben und wissen, dass sie es können, haben, ohne dass das jedoch in dieses "He, ich werd dein Leben retten, bete mich an! óO" umschlägt.
Für eine Person, mit der ich noch nicht allzu viel zu tun hatte, traue ich ihr erstaunlich gut.
Ich bin mal gespannt, was das werden wird!
Jedenfalls bin ich froh, gewechselt zu haben und mir nicht alles gefallen lassen zu haben.

Wie sieht es mit euch aus? Habt ihr schon mal eine Therapie gemacht und möchtet was darüber erzählen?
Oder seid ihr am überlegen, ob ihr eine machen wollt, und möchtet euch vorher ein wenig darüber informieren?
Nur zu!
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geschichte Antworten mit Zitat
Mobbing-Experte
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Anmeldedatum: Apr 09, 2008
Beiträge: 961

BeitragVerfasst am: Fr Feb 17, 2012 6:43 pm    Titel:
 
Mit meiner Dame komme ich nach fast einem Jahr noch gut voran, und sie hat vor einer Weile beschlossen, dass ich stabil genug bin, um die Gegenwart Gegenwart sein zu lassen und sich der Vergangenheit zu widmen.
Sprich: Momentan bin ich dabei, ihr in aller Ausführlichkeit meine Lebensgeschichte auszubreiten. Wir kommen dabei eher langsam voran, nach drei Stunden sind wir bisher zur Hälfe durch, chronologisch gesehen.

Was mich total irritiert, ist, dass Mobbing dadurch wieder ein größeres Thema für mich ist. Ich meine... selbst die kleinste Kleinigkeit erinnert mich wieder an meine Erlebnisse. Ich träume wieder von Dingen, die eigentlich derzeit keine Rolle spielen.
Überall sind Erinnerungen. Und ich weiß beim besten Willen nicht, was ich mit ihnen anstellen soll.
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b1996 Antworten mit Zitat
Mobbing-Student
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Anmeldedatum: Jan 13, 2009
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: Sa März 10, 2012 2:56 pm    Titel:
 
Ich bin momentan in Therapie. Mit meiner jetzigen Therapeutin komme ich viel besser klar als mit der alten. Meine erste therapeutin hat mit in der dritten therapiestunde angeschrien und mir gesagt ich soll endlich reden. So sollte man nicht wirklich mit jemanden umgehen dem es schwer fällt vor den eigenen eltern über so ein thema zu sprechen. Einen termin bei der ersten therapeutin zu finden war schon sehr schwer. Und dann hat es ein ganzes jahr gedauert bis wir eine neue finden konnten.
Und den termin bei meiner jetzigen therapeutin haben wir nur gekriegt
weil eine bekannte von uns sie kannte. Wer weiß vielleicht wäre ich
jetzt immer noch auf der suche nach einer gewesen.. Ich muss sagen es
tut gut über meine Probleme und meine phobie zu reden mit jemanden der nicht aus meinem freundeskreis oder familienkreis ist. Allerdings hat
es mir soviel auch nicht gebracht. Klar über alles zu reden tut gut aber ich
hab immer noch nach wie vor ein Problem mit meiner Phobie. Und meine
Phobie wird immer schlimmer... Ich weiß durch die Therapie nur jetzt woher sie kommt und was ich zu tun habe..Aber es fällt mir immer noch schwer.
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Mobbing-Experte
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Anmeldedatum: Apr 09, 2008
Beiträge: 961

BeitragVerfasst am: So März 11, 2012 12:03 pm    Titel:
 
... sie hat dich angeschrieen? Hahah. :'D
Entschuldige, aber... ich weiß nicht. Ich frage mich gerade, ob sie als Therapeutin den richtigen Beruf erwischt hat. Oder was in dem Hirn so vor sich geht - dass man psychisch derangierte Leute nicht anbrüllt, okay. Da sind wir uns alle einig - ist ne miese Nummer.
Aber man sollte als Dienstleister generell seine Kundschaft nicht anbrüllen. Unprofessionell. Suuper fürs Image.

Es freut mich, dass du auch endlich jemanden gefunden hast, mit dem du reden kannst! Das allein ist schon einmal viel wert, besser, als alles immer in sich rein zu fressen.

Das Problem bei Phobien generell ist, dass es schwer ist, dagegen anzugehen.
Da ist es jetzt egal, ob jemand sich jemand Agoraphobie erworben oder Arachnophobie angeboren hat (falls so etwas geht... ich meine, grundlos Angst vor Spinnen zu entwickeln): Phobien sind stark.
Sie sind ja eigentlich ein Schutzmechanismus, der das persönliche Fortbestehen sichern soll. Hast du miese Erfahrungen mit etwas gemacht, richtig miese, sagt dir dein Unterbewusstsein: Finger weg, das bringt dich sonst noch um!
Also musst du deinem Unterbewusstsein langsam antrainieren, dass xyz dich vielleicht nicht zum Lachen bringt, es aber auch überlebbar ist.

Und das Problem von Therapien ist, dass der Therapeut nur dazu da ist, dir zu zeigen, wie du dir helfen kannst.

Hat deine Therapeutin denn vielleicht irgendwelche Ansätze für dich, die dir weiter helfen können, oder ist es einfach nur eine allgemeine Plauderstunde?
Gruß, geschichte
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Mobbing-Experte
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Anmeldedatum: Apr 09, 2008
Beiträge: 961

BeitragVerfasst am: Di Feb 05, 2013 6:21 pm    Titel:
 
Ariadne hat Folgendes geschrieben:
Der Schritt zu einer psychologischen Beratungsstelle zu gehen ist schwer. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Deshalb habe ich mich entschieden hier mal einen Tread zu eröffnen über den Ablauf in solchen Beratungsstellen.

Man kann psychologische Beratungsstellen nicht nur bei Mobbing aufsuchen, sondern auch bei Liebeskummer, Stress mit den Eltern/Freunde oder bei sonstigen Themen und Problemen.

Beratungsstellen sind in der Regel kostenlos und die Sozialpädagogen dort unterliegen der Schweigepflicht.

Man muss dort auch nicht alleine hin. Man kann mit Eltern/Freund/Freundin und anderen Vertrauenspersonen zu einer Beratungsstelle gehen.

Man kann zu einer sogenannten "offenen Sprechstunde" gehen, die (soweit ich weiß) einmal die Woche ist. Dort kann man dann mit jemandem sprechen und Folgetermine haben, aber nur wenn man Lust hat wieder zu kommen.

Man kann auch einfach anrufen und einen Termin ausmachen. Die Telefonnummern findet man im Internet oder im Telefonbuch.

Wenn man seinen ersten Termin hat muss man einen Fragebogen ausfüllen, indem zum Beispiel nach Namen/Adresse/Telefonnummer/Name der Eltern/Beruf der Eltern und sonstige Fragen beantworten muss. Dann spricht man mit einem Mitarbeiter der Beratungsstelle. Ein Gespräch dauert ca. 45-60 min. um den Hilfesuchenden nicht zu überforden.

Mann kann jedezeit sagen, dass man nicht mehr kommen möchte.

Soweit ich informiert bin, kann eine Beratundsstelle auch ambulante, teistatonäre/vollstationäre Therapien vemitteln und einen Psychologen/Psychiater empfelen.

Ich hoffe ich konnte ein kleines bisschen helfen und meine Erfahrung teilen.

Alles Liebe
Ariadne:-)
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roeschen97 Antworten mit Zitat
Mobbing-Neuling
Mobbing-Neuling


Anmeldedatum: Jul 31, 2016
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Mo Aug 01, 2016 9:41 pm    Titel:
 
Hey ich hab mich grad mal durchgelesen, aber die Beiträge scheinen schon etwas älter zu sein.

Ich finde deine Ausführungen wirklich gut erklärt, geschichte. Für jeden verständlich, also auch für jüngere User. Nur ist mir aufgefallen was du zu der geschlossenen Station geschrieben hast und ich frage mich, ob die geschlossene nicht eigentlich hauptsächlich oder zumindestens auch für kriminelle Personen gedacht ist? ( Typisches Klischeebild: Gummizelle, Zwangsjacke trifft jetzt eher nicht auf Menschen zu die sich ausschließlich mit sich selber beschäftigen wollen/sollen. ) Bei Menschen die sich mit sich selber beschäftigen wollen/sollen kenne ich persönlich nur krieseninterventionsräume. Zwar sind diese auch abgeschloßen, aber es gibt dennoch auf manchen Stationen (je nachdem wie alt der Patient ist) gewisse Freiheiten (z.B. Zigaretten Konsum, allerdings zu anderen Zeiten als es den anderen Patienten gewährt ist. )


Nun zu meinen persönlichen Therapieerfahrungen:
Das allererste Mal wurde ich von meiner Schulrektorin GEZWUNGEN zu einer Beratungsstelle, sowie einem Schulpsychologen zu gehen, da sie mich null unterstützt hat und immer meinte es gäbe keine Mobbingsituation.
Ich war nur einmal in dieser Beratungsstelle, weil ich auf die gute Dame überhaupt nicht klar kam! Erstens war eine Praktikantin oder Azubine dabei was jetzt nicht allzu schlimm war und eben meine Mutter. Nur diese Dame hat mir fragen gestellt, aber immer wieder die gleichen! Obwohl ich sie schon beantwortet hatte. Einmal und nie wieder, denn sowas kann ich gar nicht ab haben.

Dann bin ich zu dem Schulpsychologen gegangen, meine Mutter war bei den meisten Sitzungen anwesend. Ich fand ihn total nett und die Therapie mit ihm war super, obwohl ich dazu gezwungen war dort hinzugehen und das ganze mehr oder weniger nur gemacht habe damit ich die klasse wechseln konnte.
Er hatte viele Methoden mit mir ausgearbeitet, sich darum gekümmert ob es ähnlich "schwache" Schüler in der Klasse gibt und ob ich mich nicht etwas ihnen zuwenden könnte. Was ich allerdings nicht wollte, denn ich hatte Angst, dass sie dem Haupttäter wieder unterwürfig werden und auf ihn hören und mich irgendwann wieder mit fertig machen würden.

Schlußendlich war am Ende der Therapie sein Fazit, dass nicht ich eine Therapie bräuchte, sondern meine Schulrektorin und meine komplette Mobber-Klasse. DAs war das allerbeste Statement aus meiner ganzen Therapiezeit und das werd ich auch nie vergessen Very Happy


Vor 2 Jahren, als ich 17 war überkam es mich irgendwie. Mobbing war Geschichte. Es war vorrüber aber mir gings scheiße. Ich konnte nicht in der Schule aufpassen, ich war unmotiviert, müde, ich hatte einfach keinen Bock mehr. Ich dachte an Burn-Out. Habe hin und her überlegt und gegooglet wie bekloppt und Tests im Internet gemacht, dessen Ergebnisse ich nicht für 100% das wahre halte aber trotzdem teilweise wieder verdrängen wollte.
Ich suchte mir eine Therapeutin in der nähe, rief an und hatte ziemlich schnell einen Termin ( im nachhinein meinte sie, dass meine stimme dringlich klang, aber ich hab herausgefunden, dass viele zu ihr gingen aus der umgebung und sie für bekloppt gehalten wird und ich glaube, dass deswegen noch was bei ihr frei war Very Happy )
Nun ja ich habe diese "schnupperstunden" gemacht, allerdings nur zwei/drei sitzungen von 5...
Manche Therapeuten brauchen selber eine Therapie und sie war so eine haha Very Happy

Danach wurde meine Situation immer beschißener, was allerdings mit meinem Freund zusammenhängt da wir am Anfang ziemlich viel Streit hatten und Stress usw.. ( Wir sind schon lange glücklich, haben kaum noch Streit und lieben uns trotzdem und das schon seit zwei jahren auch mit startschwierigkeiten) Auf jedenfall sind wir beide schwierige Personen und vorallem dickköpfig. Irgendwann hatte ich eine Art Nervenzusammenbruch in den Herbstferien vor 2 Jahren.
Ich ließ meine Mutter in der vollstationären LWL Kinder und Jugendpsychiatrie Klinik anrufen und ich habe von der Krisenintervention erfahren. Die Tage darauf überlegte ich hin und her, meine Stimmung war so im Keller... Meine mutter gab sich die schuld an allem, wusste aber nicht was los war und ich konnte es ihr nicht erzählen. Es ging einfach nicht, es war zu ein großer Brocken mit dem ich zu kämpfen hatte und teilweise dachte sie und mein stiefvater dass mein freund an allem schuld sei. Es war eine elende Situation und eines abend hatte ich mich entschloßen, dass sie mich an einem freitag abend hinbringen sollen.
Ich habe alleine mit der einzigen ärztin die zu dem zeitpunkt da war ( wochenenddienst, da ist immer nur ein arzt da) und erzählte die akute situation und sie packte mich kurzer hand als kriesenintervention ohne diesen verschloßenen Raum (der ist dort nur für Leute die grade einen Suizidversuch hinter sich haben und mit dem RTW eingeliefert werden ) auf die Drogenstation. Ich dachte erstmal "Scheiße, hoffentlich denken die beiden jetzt nicht, ich sei drogenabhängig!" vorallem weil ich zu dem zeitpunkt ab und an mal geraucht habe ohne dass sie groß davon wussten aber ich hab das zeimlich direkt klar gestellt und auch die dort anwesenden betreuer haben erklärt, dass es zur zeit nicht allzu viele drogenabhängige gäbe und die deshalb eine Mischstation draus gemacht haben.

Meine Zeit in der vollstationären war mehr als schrecklich. und die Muster der Mischstationen wurden auch schnell deutlich: Entweder Drogenabhängig und Depressiv und/oder andere "Begleiterscheinungen" oder eben so wie ich, Depressiv mit Suizidgedanken.
Die, die wie ich waren, waren einigermaßen ok. Die Drogenabhängigen waren schrecklich. die waren alle so alt wie ich, also 17! und benahmen sich unter aller sau!
Die betreuer wollten dass ich direkt zu denen hingehe hatte mich aber erst bei den betreuern beschwert. nun ja hingegangen bin ich nicht da die halt zu mehreren waren und es alle superlustig fanden mit 17 auf dem raucherbalkon rülpswettbewerbe abzuhalten, darunter auch die Mädchen. und dort auch rumzufurzen und mir war das beim rauchen mehr als unangenehm denn ich wollte eigentlich nur meine ruhe weil es mir eh schon beschißen ging. Ich war nur anderthalb woche dort, länger hab ich es nicht ausgehalten.
Meine Therapeutin war auch neu, so wie ich und superlieb, und da ich mich sozusagen selber eingewiesen hatte, konnte ich mich auch selber wieder ausweisen. Aber dafür hatte ich mich erst erkundigt ob es tagesklinische behandlung bei mir in der nähe gibt. Von dort aus angerufen hatte ich mein erst gespräch in der nächsten woche! Dafür mussten andere monate warten. mein erster lichtblick, denn ohne die vollstationäre behandlung hätte ich nicht von dieser TK erfahren oder so schnell einen Termin bekommen.
Und alle hatten mich gefragt ob ich das bis dahin aushalten würde usw. aber ich habe es geschafft denn ich hatte ja sozusagen wieder hoffnung.

das erstgespräch war super und ich konnte direkt die woche drauf am donnerstag loslegen. Die TK war super! Meine Therapeutin mehr als lieb, hatte eigentlich meistens die kleinen aber zum glück eben auch mich Wink über die andere therapeutin im hause hatte ich von den mitpatienten eher schlechtere sachen gehört. die betreuer waren auch alle lieb, bis auf meine bezugsperson.
( In jeder Stationären behandlung, ob voll oder teil, gibt es betreuer. natürlich kann man mit jedem quatschen, doch jeder patient bekommt eine sogenannte bezugsperson, an die er/sie sich hauptsächlich wenden sollte, abgesehen von dem Therapeuten)
Meine bezugsperson war etwas durchgeknallt, und hat dinge getan die mir gar nicht gefielen, teilweise aber auch gut waren für mein selbstbewusstsein. viele mochten ihn nicht leiden von den anderen kindern und jugendlichen, ich fing iregdnwann an ihn zu mögen. allerdings hat er trotzdem oft über das ziel hinausgeschoßen und das mit voller absicht. wenn ich gesagt habe, dass mir das nicht gepasst hat hat er gesagt ok, wieso hat dir das nicht gepasst? usw usw aber am nächsten oder übernächstem tag hat er trotzdem wieder weitergemacht mit seiner tour. man konnte ihn nicht davon abbringen und deswegen kamen viele nicht drauf klar. ich fing einfach an irgendwann mit ihm späße draus zu machen und klar gabs dabei viele reibereien, vor allem dann wenn er dann auch noch meinte, den Psychologen spielen zu müssen!
Das hat mich dann immer aufgeregt. Vor allem, weil alle anderen betreuer nicht so waren zu ihren Bezugskindern (nenn ich jetzt mal so, kp ob es wirklich so heißt ^^)

In der TK wurde ich dann von der Psychiaterin die 2x wöchentlich dort war auf Fluoxetin, welches ein gut verträgliches AntiDepressiva ist erstmal mit 10 mg eingestellt. da es ein spiegelmedikament ist, muss man es schleichend erweitern aber auch absetzten, wenn es soweit ist. später erhöhten wir auf 20 mg, die ich immernoch jeden morgen nehme.
Damals haben sie zusätzlich zu der therapie gut geholfen.
Die maximale Zeit in einer TK beträgt 12 Wochen aufenthalt, sprich 3 Monate, welche ich vollkommen ausgeschöpft habe, wobei die letzte woche ein sogenannter schulversuch war.
(Schulversuch bedeutet, dass man für 4 Unterrichtsstunden in seine eigentliche Schule geht, in dieser Zeit haben die anderen Patienten den unterricht in der TK ganz normal. Danach wird man abgeholt vom Taxi welches die krankenkasse übernimmt oder mit dem Bus zur TK zurück und verbringt den rest des tages dort. Es ist ein guter übergang, wird bei manchen schülern auch zwei wochen gemacht. die betreuer und psychologen kümmern sich mit den patienten darum, dass alles reibungslos verläuft und fragen einen, wie der tag in der schule war.
die anderen schüler aus der eigentlichen schule hecken im normalfall keinen verdacht zumindest war es bei mir nicht so. Aber ich hatte mich auch damals ziemlich diskret zu meiner situation verhalten, dazu gleich mehr. *

Es war Januar als ich dann aus Der TK entlassen wurde und in diesem monat fing dort eine Ambulante Psychiaterin an. Hervorragend, dachte ich. denn ich wickelte alles so ab, dass ich dort weiter hingehen kann und so hatte ich wieder keine wartezeit. Meistens wartet man ein halbes jahr auf therapieplätze. trotzdem meldete meine mutter mich bei weiteren an, für den fall, dass die psychiaterin nichts taugt.
Es fing ganz gut an.. ich schrieb meine träume auf, musste die standard fragebögen ausfüllen die ich hasste... aber was ich nicht wusste, war, dass es verschiedene arten der therapie gibt.
Im großen und ganzen gibt es 3 therapieformen: Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie und Analytische (oder so ähnlich)
Unterschied: Verhaltenstherapie beruft sich größtenteils auf die gegenwärtige situation, klar kümmert man sich auch um vergangene sachen erzählt alles usw. nur schaut man eben, wie der name schon sagt, wie man sich im hier und jetzt verhalten kann. Unter diese Therapieform viel meine vorherige Psychologin aus der TK
Tiefenpsychologie beruft sich darauf, was der Patient fühl, wie er was fühlt und wohin die Gefühle gehen. zumindest war es bei mir so, und meine ambulante therapie war genau so eine und sie war der letzte scheiß für mich ! leider stellte sich das sehr spät für mich raus. Die Frau hat bei mir immer an der gleichen stelle gebohrt obwohl ich schon geantwortet habe und irgendwann hab ich ihr das gesagt was sie hören wollte und irgendwann hab ich gar nichts mehr rausgebracht! Teilweise hatte ich Sitzungen in denen ich nur geweint habe und sie mich dazu befragt hat "Was fühlst du" "Was sind das für Tränen" "sind das tränen der traurigkeit, oder willst du eigentlich wütend sein?" Aber ich hab iregndwann einfach nur noch geweint weil sie mir dermaßen damit auf den Nerv ging.

Und zu guter letzt die Analytische oder wie sie heißt, über die ich keine persönliche erfahrung habe. ich weiß nur, dass man sich dort hinlegen kann aber nicht muss (typisches klischeebild aus den medien - die psychologecouch Very Happy - ja es gibt sie doch tatsächlich, habe sie aber noch nie in echt gesehen )
Dort analysiert der Psychologe mit dem patienten das unbewusste, traumatische erlebnisse, warum ist der jenige so wie er ist und weiterschweifende dinge .

Während ich unglücklich meine sitzungen bei der Psychiaterin hatte, mit Kamera die mich aufnahm durch mein einverständnis und sie mir diese unangenehme fragen stellte in so ziemlich jeder sitzung, meldete sich doch tatsächlich eine gemeinschaftspraxis nach einem halben jahr, dass ich mich vorstellen kann. Heimlich habe ich die fünf Sitzungen in anspruch genommen hatte gewisse vorbehalte, denn ich wollte nicht, dass es wieder so ablaufen wird. Ein oder zwei mal hab ich bei der anderen blau gemacht weil ich wie gesagt keine lust mehr hatte und bin dann gemeinsam mit meiner mutter reingegangen (meine mama war dabei um zu vermitteln, denn mich verstand sie ja anscheinend eh nicht) und sie fragte nur direkt ziemlich angepisst ob ich dafür wirklich meine mutter bräuchte usw. und ich hab ihr das erklärt dass sie zum vermitteln da ist. ich hab ihr zum gefühlten hundertsten mal von meinem problem mit ihr als therapeutin erzählt doch es machte absolut keinen sinn! sie sah es nicht ein, bohrte wieder bei mir rum. Meine mutter verstand mich sehr gut, versuchte es mit ihren worten zu erklären und die doofe Tante verstand es immernoch nicht! Nach ca 20 min in denen ich übrigens schon wieder geweint hatte weil sie zu inkompetent war haben meine mutter und ich beschloßen dass es an dieser keinen sinn macht da weiterzudiskutieren und haben uns verabschiedet.

Meine neue Therapeutin war zum glück wieder verhaltenstherapeutin. meine 31 Sitzungen sind rum , die sich über ein Jahr verteilt hatten. am anfang hatte ich jede woche was zu erzählen, aber irgendwann kommt der zeitpunkt, wo es keine neuen akuten situationen mehr gibt, dank der verhaltenstherapie. denn sie hat mir geholfen, wie ich in schwierige situationen hineingehen kann und sie kläre. wenn ich eine hatte habe ich sie ihr nämlich erzählt und meistens danach geklärt mit der person (meistens mein freund). Bis ich es irgendwann von alleine konnte. Klar hab ich ihr dann erzählt dass es eine situation gab, aber dann hab ich auch erzählt wie ich gehandelt habe und wie die situation ausgegangen ist. sie war stolz auf mich, manchmal gab sie mir noch weitere tipps. Und diese therapeutin ist einfach goldig gewesen.
nun da meine sitzungen seit anfang juli rum sind, habe ich im quartal noch 2 sogenannte bedarfssitzungen, d.h. ich kann bis zu zwei mal innerhalb des quartals zu ihr kommen wenn ich den bedarf dazu habe. also keine festen therapiezeiten mehr.

so bis jetzt war das meine therapiegeschichte, hoffentlich hab ich euch alle begriffe gut erklärt die ich verwendet habe, und vielleicht helfe ich ja auch ein paar anderen damit. wenn noch fragen sind, dann fragt einfach Smile


*Ergänzung, für die, die es interessiert zu meinem Diskreten Verhalten :
Es war so, da ja erst herbstferien waren und ich grade erst neu an der schule, wollte ich nicht dass jeder direkt sein maul aufreisst. aber das hätte ich später auch nicht gewollt. und obwohl ich in der oberstufe war, gab es immernoch bescheuerte menschen die gerüchte über mich erzählt hatten. Genau das wollte ich eigentlich vorbeugen durch diskretes verhalten.
Unter anderem war ein gespräch mit meinen beratungslehren in der schule und meine lehrerin und psychologin aus der TK, so wie meine Mutter von nöten um den schulversuch zu planen. meiner psychologin sagte ich, dass ich nicht möchte, dass irgendjemand von meiner TK situation erfährt. meine lehrerin aus der TK machte sich erst ihr LWL schildchen mit namen dran bevor wir losfuhren, aber ich bat sie noch schnell darum es abzunehmen weil ich einfach nicht wolte dass andere von eins zum anderen schließen können. was denke ich mal verständlich für viele ist

Als ich mit dem schulversuch durch war, war ich ja entlassen und es stand direkt eine stufenfahrt an, was für mich die beste möglichkeit war mich wieder vollständig zu integrieren. Natürlich hatten wir in der tk extra diesen zeitpunkt so gewählt und ich freute mich auf die fahrt. es wussten nur wenige über meine situation bescheid, von denen ich aber wusste sie würden die klappe halten Very Happy
Auf der fahrt bekam ich schon erste sachen von freunden zu hören, welche aber nicht allzu schlimm waren, denn schließlich haben sie mich selber gefragt was los sei anstatt gerüchte durch die gegen zu posaunen.
Leute die mich nicht kannten taten dies natürlich. Ich hatte meiner beratungslehrerin bescheid gegeben und sie kümmerte sich darum. was danach kam war mir egal. ich hab es keinem mehr erzählt, außer einer person die mir sehr wichtig in dieser zeit geworden ist.
und zwar hatten wir sogenannte stanngruppen in der 11, das ist ähnlich wie ein klassenprinzip aber eben nur für deutsch mathe englisch. und dort war ein mädchen, es saß auf der anderen seite, dort wo nur die "coolen " saßen. sie schrieb mich über FB an und meinte wir wären uns sehr ähnlich, denke sie zumindest. ich hab ihr gesagt ich weiß nicht wie viel ich dir erzähle, aber lass uns doch nach dem mittagessen in der pause treffen. also gingen wir nach draußen ich rauchte eine und ich drehte den spieß mal direkt um und ließ sie über sich selber erzählen.
denn ich bin skeptiker in person und erzähle nie jmd direkt was über mich oder über andere wenn überhaupt über andere.
Ich erzählte ihr nicht viel, nur dass ich eben dort war wegen depressionen und mobbing.
Sie erzählte sie will von der fensterseite aus unserem raum weg und ich bot ihr einen platz bei uns an. wir hatten so viel spaß alle zusammen und uns beiden interessierte der unterricht herzlich wenig xD nur dass sie abging und ich blieb für ein weiteres jahr. Wir haben immernoch kontakt, wenn ich Freunde einstufen würde, dann wäre sie vielleicht nach 1 1/2 jahren meine beste freundin. Aber ich habe schlechte erfahrungen mit dem einstufen von freunen, dennoch ist sie mir sehr wichtig geworden, vor allem weil sie ähnlioche probleme hat, aber auch ähnliche charakterzüge wie ich und ich ihr alles erzählen kann aber auch mit ihr rumalbern kann.
Auch zu den anderen Freunden aus dieser Schule habe ich weiterhin kontakt und bemühe mich ihn möglichst aufrecht zu erhalten, aber ich bin keine person die jmd hinterher rennt aber das sind die meisten von ihnen zum glück nicht. Ich bin auf jedenfall froh, dass es doch noch soziale Strukturen gibt, allerdings ist das meistens in der 5 - 8 Klasse meistens nicht der fall.
Aber glaubt mir, in den meisten fällen hört es ab der 9 Klasse auf, da alle etwas erwachsener werden, das hat selbst meine aktuelle Psychologin gesagt, also muss was dran sein Smile
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Anette Antworten mit Zitat
Mobbing-Professor
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BeitragVerfasst am: Di Aug 02, 2016 9:32 am    Titel:
 
Direkt zur Polizei abbiegen: Abt. Jugendschutz (Schule, Abt., Opferschutz). Dort könnt ihr euch beraten lassen und Kontakt zur Gewaltprävention aufnehmen. Die Gewaltprävention kann der Schule helfen.

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Manche Wahrheiten sollen nicht, manche brauchen nicht, manche müssen gesagt werden.

Wilhelm Buch


Zuletzt bearbeitet von Anette am Mo März 06, 2017 3:31 pm, insgesamt 4-mal bearbeitet
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macewindu Antworten mit Zitat
Moderator


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Beiträge: 496

BeitragVerfasst am: Di Aug 02, 2016 11:10 am    Titel:
 
Hallöchen!

Ich versuch mal ein paar Dinge hier klarzustellenl.

roeschen97 hat Folgendes geschrieben:

Ich finde deine Ausführungen wirklich gut erklärt, geschichte. Für jeden verständlich, also auch für jüngere User. Nur ist mir aufgefallen was du zu der geschlossenen Station geschrieben hast und ich frage mich, ob die geschlossene nicht eigentlich hauptsächlich oder zumindestens auch für kriminelle Personen gedacht ist? ( Typisches Klischeebild: Gummizelle, Zwangsjacke trifft jetzt eher nicht auf Menschen zu die sich ausschließlich mit sich selber beschäftigen wollen/sollen. )


Die 'geschlossene Abteilung' ist für Patienten, die selbst- oder fremdgefährdend sind. Was man darunter versteht, dürfte klar sein.
Wer nicht in dieses Schema fällt, wird innerhalb einer klinischen Behandlung nicht 'weggesperrt', sondern kann das Gebäude ganz normal betreten und verlassen.

'Zwangsjacken', 'Gummizellen', 'Beruhigungsspritzen' gibt es zum Großteil nicht mehr.
Natürlich gibt es Methoden, einen aggressiven Patienten ruhig zustellen. Dazu gehört neben Beruhigungsmitteln (meist in Tablettenform) und therapeutischen Interventionen auch die Bettfixierung.
Das ist genau das, was Ihr Euch jetzt draunter vorstellt. Ein Patient wird ans Bett gefesselt. Aber seid ungebsorgt: Die Fesseln sind extra so konzipiert, dass möglichst wenig/keine körperlichen Schäden entstehen. Desweiteren wird dann eine so genannte 'Sitzwache' eingerichtet, um sicher zustellen, dass zu jedem Zeitpunkt des Tages jemand einen Blick auf diesen Patienten hat.
Sobald sich der Patient beruhigt hat und offensichtlich ist, dass seine akute Selbst- oder Fremdgefährdung vorbei ist, wird er auch wieder vom Bett losgemacht.

Das ganze klingt furchtbar, liegt aber im Interesse aller Beteiligter. Es gibt oft andere Möglichkeiten, mit schwierigen Situationen umzugehen. Die Bettfixierung wird wirklich nur im alleräußersten Notfall angewandt.

Als nächstes möchte ich gerne auf verschiedene Therapieformen eingehen:

Die Verhaltenstherapie wird häufig als Krisenintervention in akuten Notlagen eingesetzt. Wie der Name schon sagt, erarbeitet der Therapeut mit Euch verschiedene Verhaltensmuster, die Euch helfen, mit den triggernden Situationen für Euch besser umzugehen.
Wie das aussieht, ist von Patient zu Patient und Situation zu Situation unterschiedlich. Es muss manchmal auch viel ausprobiert werden, bevor man eine gute Lösung gefunden hat.
Die Verhaltenstherapie beschränkt sich meist auf einen Zeitraum von unter einem Jahr, sie möchte ja möglichst schnelle Ergebnisse erzielen.

Im Gegensatz dazu steht die Analytische Psychotherapie.
Hier geht es weniger um die akute Situation, als um Vorgeschichte, Erleben und Hintergründe psychischer Störungen.
Das bedeutet, dass akute Situationen eher außen vor gelassen oder nur als Anhaltspunkt genutzt werden, nach traumatischen Erlebnissen oder ähnlichem in der Vergangenheit zu suchen und diese nach und nach zu 'lösen' und aufzuarbeiten.
Hierdurch entstehen ebenfalls neue Verhaltensweisen, Ängste können gelöst und negative Emotionen und Blockaden abgebaut werden.
Die analytische Psychotherapie benötigt viel Zeit und ist oft emotional aufwiegelnd. Diese Therapien laufen nicht selber über mehrere Jahre, bis deutliche Erfolge zu sehen sind. Diese sind (meist) jedoch dauerhaft und heben die Lebensqualität signifikant an.

Es gibt noch eine Menge weiterer Therapieformen, die jedoch meist nicht von Psychotherapeuten, Psychiatern oder Psychologen angewandt werden, sondern von speziellen Therapeuten, zum Beispiel Kunsttherapie, Ergotherapie, Physiotherapie oder auch Heilpraxis.
Die beiden von mir oben beschriebenen sind jedoch die am häufigsten auftretenden und die von den Krankenkassen in jedem Fall übernommenen Therapieformen. Bei allen anderen kann es gut sein, dass eine Eigenübernahme der Kosten im Raum steht.

Zum Schluss noch zu meinen eigenen Therapieerfahrungen.

Das erste mal war ich mit 10-12 in Therapie bei einem Kinder- und Jugendpsychologen.
Ich bin dorthin wegen Problemen mit meiner damaligen Klasse (ob man das schon Mobbing nennen konnte, oder nicht, ist egal) und er hat versucht über verschiedene Methoden mein Selbstwertgefühle zu stärken. Relativ schnell sind wir abgedriftet in andere Themenbereiche, wie meine zerrissenen Familie und meine panische Tauchangst.
Ich habe das Gefühl, es hat mir gut getan, solange die Therapie anhielt. Im Nachhinein habe ich jedoch bemerkt, wie sich alle Fortschritte, die ich dort machte, schnell zurück entwickelt haben.

Das zweite Mal war ich mit 16 bei einem Psychiater, nachdem ich mit meiner Mutter durch halb Deutschland gezogen bin um einem Stalker zu entgehen.
Ich habe ewig viele Fragebögen ausgefüllt, Tests über mich ergehen lassen und das Ende vom Lied war: Ich bin latent aggressiv und brauche autogenes Training. Das habe ich einige Stunden probiert und habe gemerkt, dass ich davon noch aggressiver wurde.
Ich ging auch weiterhin regelmäßig für eine 'normale' Gesprächstherapie alle zwei Wochen zu besagtem Psychiater. Ich wartete anderthalb Stunden im Wartezimmer, dann fragte er mich wie's mir geht, ich sagte gut und zwei Minuten später stand ich vor der Tür. Effektivität = 0.
Das habe ich schnell abgebrochen. Habe dafür jedoch an einer jungen Herrengruppentherapie teilgenommen, um meine sozialen Kontakte zu stärken. Dass ich mit den Typen jedoch nichts gemein hatte und die Termine mit meiner Schule kollidierten, wollte niemand wissen. Also auch das schnell abgebrochen.

Das letzte mal war ich mit 21 in psychiatrischer Behandlung.
Mein Examen stand vor der Tür, ich hatte starke Probleme mit meinen Nachbarn, die durch permanente Ruhestörung meine Lernzeit zunichte machten und meine Nerven runinierten und wusste nicht, wie es nach dem Examen weitergehen soll.
Ich habe also in der Ambulanz der hiesigen Klinik angerufen (in der ich ein Jahr zuvor 6 Monate als Praktikant gearbeitet hatte) und bekam schnell einen Termin. Eine Krisenintervention wurde für den Zeitraum des Examens eingerichtet und eine erste Medikation angeordnet.
Diese kurzweilige Therapie hat mir in soweit geholfen, als dass ich mein Examen mit Bestnoten abschließen und einen Job für den direkten Anschluss finden konnte.
Zudem wurde mir dort geholfen, eine weiterführende ambulante Therapie bei einer niedergelassenen Psychotherapeutin zu beginnen. Ich habe knapp anderthalb Jahre mit ihr an mir gearbeitet und einige Dinge lösen können.
Wie schon bei meinem ersten Psychologen merke ich jedoch auch hier, dass ich im Anschluss an die Therapie gerne wieder in alte Verhaltensmuster zurückfalle. Da muss ich selber aktiv gegen vorgehen.
Die Medikation nehme ich heute (zwei Jahre später) immer noch mit regelmäßiger Kontrolle durch die Klinik. Und ich weiß, sollte erneut eine Krise im Anflug sein, kann ich sowohl in der Klinik, als auch bei meiner Psychotherapeutin innerhalb kürzester Zeit einen neuen Termin vereinbaren.

Gruß,
macewindu

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